Olivenkultur

Frantoio Magnone Olivicultura

Kurze Geschichte der Olivenkultur.

Der Olivenbaum hat uralte Wurzeln in der Geschichte: seinen Ursprung fand er in Kleinasien, woher er sich dann über Syrien und Palestinien ins ganze Mittelmeerbecken verbreitete. Es sind primitive Mühlen gefunden worden, die von einer Ölbearbeitung, welche rund um 5000 Jahren v.C. datierbar ist, zeugen sollten.

Die Griechen haben die Olivenkultur in ihre italienischen Kolonien verbreitet, doch waren es die Römer, welche den Olivenöl-Markt in unserer Halbinsel zum blühen brachten. Damals wurden sogar schon die Preise und die verschiedenen Kategorien nach Erntezeit, Reifegrad, und Auspressverfahren bewertet.

Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches erlitt die Ölproduktion eine Krisezeit, welche sie erst im Mittelalter, dank dem immer zunehmenden Handel zwischen den Seerepubliken wieder überwinden konnte. In Ligurien genoss die Olivenkultur ihre goldene Zeit zwischen den 18. und 19. Jahrhunderten: der Aussenhandel war prämiert, und jede kleine Seestadt hatte ihren eigenen Anlegeplatz zum Aufladen des Produktes.

Obwohl die Auswanderung und beide Weltkriege der Olivenkultur in unseren Regionen einen harten Schlag erteilt haben, wird heute der alte Reichtum wiedergewonnen, vorwiegend dank der ausserordentlichen Qualität des ligurischen Öles, aber neulich auch dank dem durch den Erfolg der Mittelmeer-Diät neu gewonnenem Image.

Ernte und Bearbeitung der Oliven.

In der Provinz Savona sind die Olivenhaine in den hügeligen Tälern des Hinterlandes angebaut, und werden meistens in Familien- und Handwerklichen Betrieben kultiviert.

Um eine hohe Qualität zu erzielen, werden die Oliven in halbreifem Zustand geerntet. Sie werden entweder von Hand auf dem Baum gepflückt oder mit der gewollten Fertigkeit mit Ruten niedergeschlagen.

Die gepflückten Oliven werden so schnell wie möglich für die Bearbeitung zur Mühle gebracht. Dort werden sie unter zwei grossen Graniträdern zerkleinert und zu einem Brei zermahlen. Um diesen Brei auszupressen gibt es verschiedene Verfahren, unter welchen das älteste den Brei mechanisch mittels Kelter oder Presse langsam und schrittweise auspresst. Aus dieser Operation wird ein Most erhalten, welcher aus Öl, Pflanzenwasser, und winzigen Olivenfleisch- und Kernteilen besteht.

Nach dem Auspressen muss das Öl noch mittels Zentrifuge vom Most getrennt werden. Und um ein noch klareres Öl zu erhalten, wird das notwendige Umfüllen noch mit einer zusätzlichen Filterung (durch Papierfilter) ergänzt.

 

Unsere Öle.

In der Region Finale Ligure, wo die Olivenbaumdichte circa 350 pro Hektar beträgt, werden hauptsächlich Oliven der Varietäten Taggiasca (ca. 70 %) und Colombaia anbegaut. Diese Oliven der höchsten Qualität finden besonders günstige Bedingungen in den typischen hydrogeologischen und klimatologischen Verhältnissen unserer Region.

Das Öl unserer Gegend ist als Delikatesse bekannt: angenehm und gefällig fruchtig, mit strohgelber, manchmal goldener oder hellgrünlicher Farbe.

 

Die Öle von unserer Mühle, ausschliesslich naturrein von höchster Qualität haben die Anerkennung (Savona Nr 7) "Italienisches Produkt - kalt verarbeitet" erhalten. Sie werden sorgfältig kalt gepresst, und erst bei Bedarf abgefüllt, um ihre Frische und die volle Erhaltung der für unsere Gegend typischen geschmacklichen Eigenschaften zu gewährleisten.

Unsere Öle finden im gesamten Küchenbereich Anwendungsmöglichkeiten, und sind speziell im Rohzustand (nicht erhitz) zu empfehlen, um den Speisen eine besondere Note zu verleihen